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Minijob – ein kleiner Job ganz groß

Viele Arbeitnehmer möchten neben ihrem Hauptjob einige Euros zusätzlich verdienen. Dafür bietet sich der Minijob an. Wir erklären die wichtigsten Regeln für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Die Grundregeln rund um den Minijob

Was ist ein Minijob?

Der Minijob ist ein reguläres Arbeitsverhältnis wie ein „normaler“ Job. Der Unterschied: Der Arbeitnehmer arbeitet weniger und verdient höchstens 450 Euro im Monat. Daher kommt der Begriff „450 Euro-Job“.

Das Gesetz unterscheidet zwei Arten, abhängig davon, ob ein Arbeitnehmer regelmäßig oder ab und zu arbeitet:

  • Minijob auf 450 Euro

Der Minijobber arbeitet regelmäßig und verdient bis zu 450 Euro im Monat oder insgesamt 5.400 Euro im Jahr. Manche Arbeitgeber gewähren Sonderzahlungen wie zum Beispiel Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld. Diese Zahlungen gehören ebenso zum Minijob-Einkommen.

  • Kurzfristige Beschäftigung

Der Arbeitnehmer arbeitet gelegentlich, insgesamt höchstens drei Monate oder 70 Tage in einem Jahr.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Minijob im Gewerbe und im Haushalt?

Minijobs bieten sich in vielen Bereichen an: im Supermarkt, im Lager, als Hausmeister oder in einem Haushalt. Beschäftigt sich der Minijobber mit Arbeiten rund um den Haushalt, wie Kinder hüten, Kochen, Rasen mähen oder Einkaufen, dann ist er haushaltsnah tätig. Der Arbeitgeber nutzt das vereinfachte Haushaltscheckverfahren und hat einige finanzielle Vorteile. Minijobs in anderen, also nicht haushaltsnahen Bereichen, gelten als gewerbliche Minijobs.

Wie viel verdient ein Minijobber?

Der Lohn hängt immer von der Art der Tätigkeit ab. Grundsätzlich gilt für alle Arbeitnehmer der gesetzliche Mindestlohn vom 9,19 Euro brutto pro Arbeitsstunde. Der Gesetzgeber passt den Betrag regelmäßig an. Einige Branchen http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/mindestloehne-gesamt-uebersicht.pdf?__blob=publicationFile&v=9 haben höhere Mindestlöhne vereinbart. Natürlich können Arbeitnehmer und Arbeitgeber unabhängig davon höhere Löhne aushandeln.

Was passiert bei einer Krankheit?

Erkrankt ein Minijobber, bekommt er seinen Lohn für bis zu sechs Wochen weiter ausgezahlt. Das Gleiche gilt bei einem Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft oder im „Mutterschutz“. Kommt ein Arbeitnehmer wegen seines kranken Kindes nicht zur Arbeit, darf er bis zu fünf Tage der Stelle fernbleiben und erhält weiter seinen Lohn.

Wie viel Urlaub bekomme ich?

Ein Minijobber hat den gleichen Anspruch auf Urlaub wie anderen Beschäftigte des Betriebes. Wenn dort keine anderen Regeln vereinbart ist, gilt das Bundesurlaubsgesetz. Dem Arbeitnehmer stehen 24 Tage Urlaub pro Jahr bei einer Sechs-Tage-Woche zu. Arbeitet er einzelne Tage in der Woche, reduzieren sich die Urlaubstage. Mit dem Urlaubsrechner lässt sich der Urlaubsanspruch ganz leicht ausrechnen:

https://www.minijob-zentrale.de/DE/05_multifunktionsleiste/03_service/05_tools_rechner/Urlaubsrechner/node.html

Welche Abgaben fallen bei einem Minijob an?

Wer zahlt die Sozialversicherungen?

Der Arbeitnehmer selber zahlt in der Regel im Rahmen des Minijobs keine Beiträge zur Krankenversicherung. Was der Arbeitgeber zahlt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ist der Minijobber gesetzlich versichert, z.B. durch eine Familienversicherung oder eine Pflichtversicherung im Hauptjob, zahlt der Arbeitgeber 13 Prozent des Brutto-Verdienstes. Bei einem privat versicherten Minijobber, fällt dieser Betrag nicht an. Bei kurzfristigen Minijobs fallen weder für den Arbeitnehmer noch für den Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge an. Allerdings fallen einige Umlagen an.

Die Rentenversicherung im Minijob

Im Minijob besteht eine Pflicht zur Rentenversicherung. Eine Ausnahme bilden kurzfristige Minijobs. Ein Minijobber, der sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt, zahlt keine Beiträge mehr. Diese Festlegung gilt auf Dauer. Der Arbeitgeber überweist nach einer Befreiung weiter den Anteil zur Rentenversicherung. Für Jobs, die vor 2013 angetreten wurden, gelten einige Sonderregelungen. Zur Rentenversicherung müssen mindestens 15 Prozent des Bruttoentgelts gezahlt werden. Der Beitrag des Minijobbers liegt, falls er nicht befreit ist, bei 3,6 Prozent. Es ist wichtig, jeden Einzelfall zur Versicherungspflicht vor Start des Arbeitsverhältnisses zu prüfen. Dann sind alle Beteiligten vor einer Überraschung sicher.

Wer zahlt die Steuern?

Für einen Minijob wird Lohnsteuer fällig. Das Einkommen wird pauschal mit zwei Prozent oder nach der jeweiligen Lohnsteuerklasse versteuert. Am einfachsten geht es mit der zweiprozentigen Pauschalsteuer. Der Arbeitgeber führt die Steuer direkt an die Minijobzentrale ab. Das ist für beide Seite praktisch. Der Arbeitgeber hat einen Verbuchungsvorgang und der Arbeitnehmer braucht den Betrag in der Regel in seiner Einkommensteuer nicht zu berücksichtigen. Die Steuer ist meist abgegolten. Bei einer individuellen Besteuerung hängt die Höhe von der Steuerklasse des Arbeitnehmers ab. Die Versteuerung erfolgt über das Finanzamt. Welche Form der Steuerzahlung zulässig und vorteilhaft ist, sollte individuell geklärt werden.

Kurzfristige Minijobs im Gewerbe können individuell über die Steuerklasse oder pauschal besteuert werden. Für eine pauschale Steuer müssen eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein. Die Einzelheiten erläutert das Finanzamt.

Die Unfallversicherung für Minijobber

Jeder Arbeitgeber hat die Pflicht, mögliche Unfälle seines Arbeitnehmers abzusichern. Unter die Unfallversicherung fallen in der Regel neben Arbeitsunfällen, Wegeunfälle auf dem Weg zur Arbeitsstelle oder Berufskrankheiten. Für den Arbeitgeber ist die Unfallversicherung bedeutend, denn er ist gegen Forderungen des Arbeitnehmers abgesichert. Die gesetzliche Unfallversicherung bietet ein umfangreiches Leistungsspektrum an. Neben den Kosten für Behandlung, Pflege und Transporte können Verletztengeld und Übergangsgeld in Frage kommen. Bei Bedarf übernimmt die Unfallversicherung Rentenzahlungen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) informiert ausführlich über die Möglichkeiten. http://www.dguv.de/de/index.jsp

Für verschiedene Branchen sind unterschiedliche Unfallversicherungsträger zuständig. Die DGUV informiert gerne.

Was tun bei einem Unfall?

In einem Schadenfall, also bei Inanspruchnahme ärztlicher Unterstützung, reicht der Arbeitgeber eine Meldung bei der Versicherung ein. Dazu ist die Betriebsnummer notwendig. Der Minijobber selbst sollte bei der Behandlung direkt angeben, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt.

Was ist eine Arbeitgeberversicherung?

Wie in jedem Arbeitsverhältnis erhält ein Minijobber bei Krankheit und Mutterschaft weiter seinen Lohn. Für Arbeitgeber ist das Risiko bei Ausfall der Arbeitskraft hoch. Die Arbeitgeberversicherung Knappschaft-See-Bahn hilft bei diesem Risiko weiter.

Der Arbeitgeber zahlt Umlagen für Kosten bei Krankheit und Mutterschaft. Die Umlage bei Krankheit fällt bei größeren Betrieben an. Im Gegenzug dazu erhält der Arbeitgeber entsprechende Leistungen für den Minijobber bei Krankheit und Schwangerschaft/Mutterschutz. Für diese Leistungen ist die Ausgleichskasse https://www.arbeitgeberversicherung.de/AGV/DE/Home/node.html zuständig. Bei Unklarheiten sollte sich der Arbeitgeber an die Kasse wenden.

Was ist das Übergangsgeld für Minijobber?

Wenn sich ein Arbeitnehmer krankmeldet oder er an einer Reha-Maßnahme teilnimmt, erhält er in der Regel eine Lohnfortzahlung. Diese dauert bis zu sechs Wochen. Bei einigen Krankheiten sind Maßnahmen zur Rehabilitation sinnvoll, dann kann der Minijobber einen Anspruch auf Übergangsgeld haben. Die individuellen Ansprüche kann der Rentenversicherungsträger klären.

Was passiert im Fall einer Insolvenz des Arbeitgebers?

Ein Arbeitgeber zahlt 0,06 Prozent des Brutto-Lohns als Umlage an die Minijob-Zentrale. Damit sind Arbeitnehmer im Fall einer Insolvenz für drei Monate abgesichert. Die Agentur für Arbeit zahlt dann eine entsprechende Leistung. Einige Arbeitgebergruppen brauchen die Umlage nicht zahlen.

Die Anmeldung des Minijobbers

Wer meldet den Minijobber an?

Für Minijobs ist grundsätzlich die Minijob-Zentrale zuständig. Jeder Arbeitgeber eines Minijobbers meldet dort seinen Arbeitnehmer an und zahlt die Abgaben dorthin. Für gewerbliche Minijobs und Minijobs im Privathaushalt gelten unterschiedliche Anmeldeverfahren.

Minijobs im Privathaushalt

Das Anmelden eines Minijobbers im Privathaushalt ist einfach zu erledigen. Der Arbeitgeber meldet den Haushaltshelfer mit dem Haushaltscheckverfahren https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/03_haushalt/03_infos_fuer_arbeitgeber/02_so_einfach_melde_ich_meine_hh_an/node.html an. Dazu gibt es ein Formular zum Download auf der Seite der Minijob-Zentrale. Das Haushaltscheckverfahren hat weitere Vorteile. Der Arbeitgeber zahlt weniger Abgaben und genießt Steuervorteile. Mit dem Haushaltscheckrechner erhält er Informationen, welche Kosten anfallen. https://www.minijob-zentrale.de/DE/05_multifunktionsleiste/03_service/05_tools_rechner/01_HHS_Rechner/Formular2018/node.html

Gewerblicher Minijob

Zunächst muss der Arbeitgeber einige Bedingungen erfüllen. Wer einen Minijobber beschäftigen möchte, braucht eine Betriebsnummer. Diese beantragt der Arbeitgeber bei dem Betriebsnummernservice der Bundesagentur für Arbeit. Dies erfolgt über die Internetseite, telefonisch oder schriftlich.

Wie melde ich einen Minijobber?

Für die erste Anmeldung sollte sich der Arbeitgeber ein bisschen Zeit nehmen. Die Minijob-Zentrale steht über eine Hotline gerne und kompetent bei Fragen zur Seite. Zunächst hat der Arbeitgeber die Aufgabe, die Situation seines künftigen Minijobbers sozialversicherungstechnisch richtig zu beurteilen. Das ist am einfachsten mit einem Personalfragebogen. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, seinem Arbeitgeber die notwendigen Antworten zu geben. Neben der Adresse und Geburtsdaten gehört das Klären des Status bei Arbeitsaufnahme dazu. Hier geht es darum, ob jemand zum Beispiel Schüler, Beamter oder Rentner ist. Der zukünftige Arbeitnehmer hat die Pflicht anzugeben, ob er arbeitssuchend oder arbeitslos gemeldet ist. Darüber hinaus sind Angaben zur Krankenversicherung, zu anderen Beschäftigungen und der möglichen Befreiung von der Rentenversicherungspflicht wichtig. Im Anhang des Personalfragebogens stehen ausführliche Erläuterungen zu allen Fragen.

Das Melden bei der Sozialversicherung

Wenn ein Arbeitgeber den Arbeitsplatz als geringfügigen Minijob einstuft, meldet er den Arbeitnehmer bei der Minijob-Zentrale an. Dafür gibt der Arbeitgeber die Daten seines Arbeitsnehmers der Sozialversicherung weiter. Diese Datenübermittlung erfolgt elektronisch über ein eigenes PC-Programm oder über eine Internetanwendung. Dafür benötigt der Arbeitgeber einige Daten des Minijobbers aus dem Personalfragebogen.

Die Meldung zur Sozialversicherung erfolgt kurzfristig, spätestens bis zu sechs Wochen nach Start der Beschäftigung. Fehlerhafte Eingaben und nachträgliche Änderungen können problemlos mit einem Storno korrigiert werden. Ausführliche Anleitungen führen durch die Anwendungen.

Mittels der gleichen Software übermittelt der Arbeitgeber für jeden Minijobber einen Beitragsnachweis an die Minijob-Zentrale. Auf jeden Fall auf die vorgegebenen Termine achten! Der Beitragsnachweis wird bis drei Wochentage vor der Fälligkeit gemeldet. Der Tag der Fälligkeit der Abgaben ist der drittletzte Bankarbeitstag eines Monats. Bei der Zahlung ist Pünktlichkeit angesagt, sonst werden schnell Säumnisgebühren fällig. Die Minijob-Zentrale bietet einen übersichtlichen Terminkalender an, der das Einhalten der Melde- und Zahltermine erleichtert.

Ist gar nicht so kompliziert, oder?

Das Anmelden eines Minijobs ist kein Hexenwerk, jedoch müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit seinen Grundregeln beschäftigen, damit alles richtig läuft. Wichtig ist bei Minijobs immer die 450 Euro-Grenze. Wer mehr verdient, wird in der Regel sozialversicherungspflichtig.