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Stollenmühle

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Orte Waldeck Ederseeatlantis Berich-12

Der Edersee und die versunkenen Dörfer

Die Stollmühle machte bereits beim Bau der Talsperre einen etwas verwahrlosten Eindruck und ihr Besitzer dürfte sich wohl kaum nach ihrem Verkauf für 70.000 Mark mit schwerem Herzen von ihr getrennt haben. Aber sie hatte doch eine schöne Lage. Nach Norden schmiegte sie sich an den Hopfenberg und nach den anderen Seiten wurde sie von dem Mühlbach und saftigen Wiesen umschlossen. In wenigen Schritten gelangte man von der Mühle auf den langgestreckten Hopfenberg, vom dem der Blick hinauf zum Stammschloss der Fürsten von Waldeck, ferner zur Kanzel und dem weiteren das Tal umschließenden Bergrücken schweifte. Heute ist der Hopfenberg bei verringertem Wasserstand als Insel sichtbar. Dieses schöne Plätzchen hatte schon manchem gefallen. Auch Fürst Georg- Friedrich Heinrich (Regierungszeit von 1813 bis 1845) hat auf Jadgausflügen hier oben geweilt. Als einst des Fürsten Gemahlin, die Fürstin Emma, ihren Geburtstag feierte, überraschte sie der Fürst durch eine Ausfahrt zur Stollmühle und auf den Hopfenberg. Mit dem Gefolge wurden hier oben ein paar fröhliche Stunden verlebt und eine Gruppe von Tannen, die zum Andenken gepflanzt wurde, erinnerte an diese fröhliche Geburtstagsfeier. Die Baumstümpfe sind heute noch bei niedrigem Wasserstand zu sehen.
Vor 1757 stand etwas unterhalb der Stollmühle, am sogenannten Hammerberg, ein fürstlicher Eisenhammer. Das Wasser, dass zu einem Betrieb nötig war, wurde durch einen künstlich angelegten Graben, der bei Vornhagen begann und um den Hopfenberg führte, herbeigeleitet.
Durch diesen Stollen hatte die Mühle nicht nur eine stetige, sondern auch eine ganz bedeutende Wasserkraft, selbst in den trockensten Zeiten. Wie viele andere Hammerwerke, so ging auch dieses ein, und in die Zeit der Vollendung des Stollens fällt der Bau der Stollmühle, die der Überlieferung nach einem fürstlichen Unterbeamten in Erbpacht gegeben wurde. Der Stollen wurde später von Pionieren gesprengt. Die damals errichteten Gebäude- Wohnhaus und Mühle- standen noch beim Bau der Talsperre. Das Mahlgut wurde von Eseln transportiert. Diese Esel wurden auch bei der Feldarbeit eingesetzt.

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Bürger- und Tourismusbüro Stadt Waldeck

Sachsenhäuser Straße 10 a

34513 Waldeck

Telefon: 49+(0) 5623 973782

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