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Klingelstede bei Birkenbringhausen

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Orte Frankenberg Klingelstede-bei-birkenbringhausen Klingelstede-20birkenbringhausen

Östlich der Stadt Battenberg hat die Eder ihren südlichen Talhang durch Erosion stark angeschnitten und versteilt. Einen besonders markanten Punkt dieses Steilabfalls bildet der Stedefelsen.

Die Gesteine des Klingelstede-Felsens zwischen Birkenbringhausen und Rennertehausen entstanden vor rund 255 Mio. Jahren im jüngeren Abschnitt des Erdzeitalters Perm, dem Zechstein. Über den 5-6 m mächtigen, feingeschichteten und ca. 1,5 m schräggeschichteten kiesigen Sandsteinen der „Geismarer Schichten“ im unteren Teil des Klippenhanges folgen bis zur Geländeoberkante grobe Konglomerate mit Schrägschichtungen, Tongeröllen und einer typischen Dachziegellagerung der Schotter. Es handelt sich um Ablagerungen von Fluss-Systemen, die hier anstelle von marinen oder lagunären Sedimenten auftreten.

Abseits des stellenweise bis an den Rand des heutigen Rheinischen Schiefergebirges reichenden Zechsteinmeeres transportierten diese Flüsse Verwitterungsschutt aus dem im Westen gelegenen Gebirge heraus und lagerten die Sande und Schotter ab, die heute die rötlichen Sandsteine und Konglomerate des Stedefelsens bilden. Die Morphologie des Stedefelsens ist das Ergebnis der Einschneidung der Eder in den harten Gesteinsuntergrund während des jüngsten Abschnitts der Erdgeschichte, des Quartärs (seit etwa 1,7 Mio. Jahren). Das Quartär ist durch starke Klimaschwankungen geprägt: Mehrere Eiszeiten führten zu großflächigen Vergletscherungen, die – ausgehend von Skandinavien im Norden und den Alpen im Süden – bis weit nach Mitteleuropa reichten. Das Gebiet, durch das die Radroute führt, lag in dieser Zeit stets zwischen den Eisschilden, war aber durch periglaziale Bedingungen (Dauerfrostböden) geprägt. Besonders zu Beginn und am Ende einer jeden Eiszeit, als sich das Klima änderte, war die Eder aktiv und konnte sich stark in den Untergrund eintiefen. Die Frostverwitterung lieferte große Schuttmengen, die als regelrechte „Erosionswaffen“ die Einschneidung förderten. So entstand durch die Flussarbeit der Steilabfall.

Alter der Gesteine: Geismarer Schichten: Zechstein, Oberperm (etwa 255 Millionen Jahre vor heute)

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35066 Frankenberg (Eder)

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