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Bakelitmuseum

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Bakelit-Erzeugnisse in der Vitrine




Bakelit-Eierbecher auf Bakelit-Tablett




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Der erste Kunststoff heißt Bakelit, auch „Stoff der tausend Dinge“ genannt und wurde 1907 von dem Erfinder Leo Hendrik Baekeland patentiert. Er wurde eingesetzt als ideales Ersatzmaterial für die Herstellung kostspielige Gegenstände aus Edelhölzern, Porzellan oder Elfenbein. Auch viele Gebrauchsartikel konnte man dadurch leichter und kostengünstiger produzieren. Die guten Isoliereigenschaften wurden von der aufkeimenden Elektroindustrie schnell erkannt und angewendet.

Um Kierspe, Lüdenscheid und Schalksmühle herum entstand um 1930 das westliche Kunststoff-Verarbeitungszentrum. Die größte in Kierspe ansässige Firma, Dr. Deisting GmbH, wurde bekannt durch die „Dickhäuter“-Drehschalter und Steckdosen, die heute noch in vielen Kellern funktionieren. Seit 2003 werden mehrere tausend Exponate im Bakelit-Museum in einer Wechselausstellung präsentiert – einzigartig in Deutschland. Ausgestellt sind Produkte von der Anfangszeit bis ca. 1965. Von der Küchenmaschine bis zum Fahrradgriff, vom Lichtschalter zur Laterna Magica, vom Volksempfänger bis zum Aschenbecher und vom Fön bis zur Schreibmaschine kann man immer wieder interessante Dinge aus der frühen Zeit des Duroplastes entdecken.

Umgekehrt ist auch Verwunderung festzustellen, z. B. über ein Telefon mit Drehwählscheibe und das im Handy-Zeitalter! Hier wird Industriegeschichte pur vermittelt und die Entwicklung Kierspes zum Standort der modernen Kunststoff-, Metall- und Elektroindustrie erklärt.
Ein Besuch lohnt sich!

Das Bakelitmuseum in Kierspe hat sich dem ersten, industriell hergestellten, Kunststoff der Welt verschrieben. Sein Erfinder ist der im belgischen Gent geborene Dr. Leo Hendrik Baekeland. Zwischen 1905 und 1907 entwickelte der Chemiker, der später in die USA auswanderte, das aus Phenol und Formaldehyde bestehende Material Bakelite und meldete es im selben Jahr zum Patent an. Die Bakelite-Marke ist noch heute eine der stärksten im Kunststoffbereich und genießt weltweit einen ikonischen Status. Das duroplastische Material zeichnet sich durch gute Formstabilität, Hitzebeständigkeit und hervorragende Isoliereigenschaften aus und wurde als der "Stoff der tausend Dinge" bezeichnet. Er ersetzte Schellack und Porzellan und revolutionierte damit die Alltagskultur.

In Deutschland begann die Bakelite GmbH mit der industriellen Fertigung von Phenolharzen in Erkner bei Berlin. Als der Standort nach dem Zweiten Weltkrieg in die sowjetische Besatzungszone fiel, gelang der Neustart im Jahr 1948 zunächst in München, bevor die Bakelite Gesellschaft mbH zwei Jahre später nach Letmathe zog. Im Sauerland und besonders in der Region Kierspe, Lüdenscheid und Schalksmühle entstand bereits in den 1930er-Jahren ein Kompetenzzentrum der Metall- und Elektroindustrie. Allein in Kierspe gab es 36 Betriebe mit mehr als 450 Kunststoffpressen. Der Kiersper Fabrikant Carl-Heinz Vollmann sammelte viele interessante Bakelit-Erzeugnisse und stiftete sie dem Heimatverein Kierspe e.V. Hiermit war der Grundstein für das im Jahre 2003 in Kierspe eröffnete Bakelitmuseum gelegt – einzigartig in Deutschland.
Ob Küchenmaschine, Fahrradgriff, Aschenbecher oder Föhn: Im Kiersper Bakelitmuseum sind immer wieder interessante Dinge zu entdecken.

Das Bakelit-Museum ist eine der Sehenswürdigeiten bei WasserEisenLand - Industriekultur Südwestfalen

Sonderführungen auf Anfrage
Heimatverein Kierspe
www.kierspe.de/heimatverein

Fotos: 1 + 2 Stefan Ziese, NRW-Stiftung, 3 Reiner Potyka, 4 Peter Heins, 5 + 6 Volker Speckenwirt, WAZ-FotoPool

Alle Angaben ohne Gewähr!

Adresse

Bakelit-Museum

Friedrich-Ebert-Straße 380

58566 Kierspe

Telefon: 02359-661-140

heimatverein@kierspe.de

Homepage

Links

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Öffnungszeiten:

Wochentag Von Bis
Mittwoch 15:00 18:00 und nach Voranmeldung

Der Eintritt ist frei